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Flora und Fauna

Frühlingslandschaft mit Mohnblumen, Zypressen und Olivenbaum, eine Kri-Kri-Ziege auf einem Felsen, im Meer eine Meeresschildkröte und ein Delfin

Griechenland ist eines der artenreichsten Länder Europas. Hohe Berge, tiefe Schluchten, Feuchtgebiete und tausende Inseln bieten Lebensraum für eine erstaunliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren, von denen viele nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen.

rund 6.000wild wachsende Pflanzenarten
jede fünftedavon gibt es nur in Griechenland
über ein Viertelder Landfläche ist als Natura-2000-Gebiet geschützt
1938Olymp wird erster Nationalpark

Die Pflanzenwelt

Typisch für Griechenland ist die Phrygana, eine niedrige, duftende Strauchheide aus Thymian, Salbei, Ginster und Dornpolstern, die auf trockenen Hängen wächst. Wo es etwas feuchter ist, bildet sich die dichtere Macchie mit Mastix, Erdbeerbaum und Steineiche. In den Bergen wachsen Kiefern, Tannen und Buchen, an Bächen alte Platanen, unter denen in vielen Dörfern der Dorfplatz liegt.

Am schönsten ist die Pflanzenwelt im Frühling. Von März bis Mai blühen Anemonen, Mohn, Alpenveilchen und dutzende Orchideenarten. Im Sommer ist das Land dann ausgedörrt und braun, und nur Oleander blüht unbeirrt in den trockenen Bachbetten.

Olivenbaum

Das Wahrzeichen des Landes. Manche Bäume sind weit über tausend Jahre alt und tragen noch immer Früchte.

Zypresse

Schlank und dunkel steht sie an Kirchen, Klöstern und Friedhöfen und prägt viele Landschaften.

Kretischer Diptam

Ein filziges Heilkraut, das nur in den Felswänden Kretas wächst. Früher seilten sich Sammler dafür an Klippen ab.

Wilde Kräuter

Oregano, Thymian, Salbei und Bergtee wachsen überall wild. An warmen Tagen liegt ihr Duft in der Luft.

Die Tierwelt

Unechte Karettschildkröte

Die Meeresschildkröte legt ihre Eier an Sandstränden, etwa auf Zakynthos, Kreta und an der Westküste der Peloponnes. Viele Nistplätze sind im Sommer nachts gesperrt.

Mittelmeer-Mönchsrobbe

Eine der seltensten Robben der Welt. Ein großer Teil der verbliebenen Tiere lebt in griechischen Gewässern, etwa um die Nördlichen Sporaden.

Kri-Kri

Die kretische Wildziege mit ihren mächtigen, nach hinten geschwungenen Hörnern lebt in den Bergen und Schluchten Kretas.

Delfine

Große Tümmler und Gemeine Delfine begleiten mit etwas Glück die Fähren durch die Ägäis.

Braunbär und Wolf

In den Wäldern des Pindos-Gebirges und der Rhodopen im Norden leben noch Bären, Wölfe und Goldschakale.

Eleonorenfalke

Ein Großteil der Weltpopulation brütet auf griechischen Inseln. Er brütet erst im Spätsommer und jagt dann die Zugvögel, die übers Meer ziehen.

Vögel, Echsen und Insekten

Griechenland liegt auf einer der wichtigsten Zugrouten zwischen Europa und Afrika. Im Frühjahr und Herbst rasten Störche, Reiher und Greifvögel. An den Prespa-Seen im Norden lebt eine der größten Brutkolonien des Krauskopfpelikans, auf Kreta kreisen Gänsegeier über den Schluchten, und an Salzseen, etwa auf Kos, stehen im Winter Flamingos.

Im Sommer gehört das Zirpen der Zikaden zur Geräuschkulisse jeder Mittagspause. Geckos jagen nachts an Hauswänden nach Insekten, und auf den Felsen der Inseln sonnt sich der Hardun, eine große, stachelige Agame. Im „Tal der Schmetterlinge“ auf Rhodos sammeln sich im Sommer tausende Nachtfalter, die Russischen Bären.

Natur erleben

Samaria-Schlucht, Kretarund 16 km Wanderung durch einen Nationalpark, Heimat der Kri-Kri
Olympder älteste Nationalpark des Landes, mit über 1.700 Pflanzenarten
Vikos-Schlucht, Epiruseine der tiefsten Schluchten der Welt, umgeben von Steindörfern
Prespa-SeenGrenzseen im Norden mit Pelikanen und seltenen Wasservögeln
Nationalpark Zakynthosgeschützte Nistbucht der Meeresschildkröten
AlonissosMeeresschutzgebiet der Nördlichen Sporaden, Lebensraum der Mönchsrobbe

Rücksicht nehmen: Nistplätze von Schildkröten nachts nicht betreten und keine Sonnenschirme in markierte Nester stecken. Wildpflanzen und Orchideen nicht ausgraben, und im Sommer wegen der Waldbrandgefahr niemals offenes Feuer machen.